COVID-positiv - was tun?

 

Sie wurden positiv getestet und sind nun zu Hause in Quarantäne?

Viele Patienten fragen sich da: Und was jetzt? Wie schlimm ist es? Was soll ich tun?

 

Bitte gehen Sie folgendermaßen vor:

 

Zunächst telefonisch bei 1450 melden! Dort erhalten Sie die erste Beratung.

 

Im Folgenden finden Sie einen medizinischen Leitfaden für leichte bis mittelschwere Verläufe, die im Regelfall daheim rasch behandelt werden können und die den größten Teil der Fälle ausmachen.

 

Das WICHTIGSTE:

Bitte keine Angst - für die meisten Infizierten ist Corona zum Glück nicht gefährlich! 

 

Man kann sich bei leichten bis mittelgradigen Erkältungssymptomen (Husten, Schnupfen, Halsweh, erhöhter Temperatur (unter 38,5 Grad) , Krankheitsgefühl, Kopfweh...)  zunächst mit einfachen Mitteln sehr gut selbst zu Hause behandeln:

 

1. "Grippemittel" wie Aspirin C oder Paracetamol oder Mexalen besorgen lassen und entsprechend des Beipacktextes einnehmen (Achtung bei vorbestehendem Magenleiden: diese Medikamente können den Magen belasten, bitte in dem Fall einen Magenschutz einnehmen). 

Eine erhöhte Temperatur sollte man nicht zu aggressiv senken, denn ein, zwei Tage fiebern ist eine prinzipiell gute Abwehr-Reaktion des Körpers. Wenn es aber über 38,5° geht, sollte man mit den genannten Mitteln gegensteuern.

 

2. Viel trinken! (3 Liter/Tag, am besten Tee, Wasser, Suppen, bei Fieber auch 4 Liter!)

 

3. Vitamin D, Zink und Selen von Beginn an einnehmen (ebenfalls rezeptfrei erhältlich)

 

4. Regelmäßiges Gurgeln mit virusabtötenden Lösungen (zB Listerine, Betaisodona usw.), 3x täglich und jeweils ausgiebig!

 

5. Salzwasser-Nasensprays anwenden (3-5x täglich)

 

6. Inhalationen mit heissem Salzwasser und/oder ätherischen Ölen (2-3x täglich). Am einfachsten nach der altbewährten Methode: Wasser mit Salz aufkochen, Handtuch über den Kopf und 5-10 Minuten den Dampf inhalieren

 

7. Viel rasten, regelmäßig das Zimmer lüften, dazwischen 2-3x aufstehen, ein bisschen herumgehen, Luft beim offenen Fenster schnappen. Bei Schwindelzuständen aber liegenbleiben!

 

8. Abstand zu den Angehörigen halten und eine FFP 2 Maske tragen, wenn Sie gerade jemand versorgt - im Bett aber die Maske runter! Ihre Angehörigen sollten in Ihrer Nähe ebenfalls eine FFP2 Maske tragen - und die Angehörigen sollten am besten bei geöffnetem Fenster die Versorgung durchführen. Lüften Sie Ihr Zimmer wirklich mehrmals täglich!

 

Die Erkrankungsphase dauert bei einem eher leichten Verlauf üblicherweise bis zu 7 Tage.

Danach geht es meistens bergauf.

 

Aber: Zwischen dem 7. und dem 10. Tag kann eine heikle Phase beginnen.

Sollten Sie länger krank sein, müssen Sie und Ihrer Betreuenden wachsam sein und auf Ihre Lungenfunktion achten: Verwenden Sie ein Pulsoxymeter (dieses Gerät misst auf einfache Weise den Sauerstoffgehalt im Blut, es ist im Handel bzw. online frei erhältlich, Kosten ca. 40 - 60.- Euro). 

 

Messen Sie damit Ihren Sauerstoffgehalt im Blut:

Solange er über 93% liegt, besteht keine Gefahr, machen Sie weiter mit der Therapie, aber ersuchen Sie Ihren Hausarzt um eine Visite, möglicherweise brauchen Sie jetzt Cortison und andere Medikamente wie z.B. Blutverdünner (Heparin als Fertigspritze zum Selbergeben)

 

Wenn der Sauerstoff-Wert dauerhaft unter 90% sinkt, rufen Sie bitte unbedingt Ihren Arzt oder den Ärztefunkdienst bzw. die Rettung. In dieser Situation benötigen sie jedenfalls medizinische Hilfe von den Profis. Aber weiterhin und immer gilt: Keine Angst, man kann Ihnen helfen!